Vol. 2 — Herbst/Winter 2020/21

16. März und 16. Dezember.


Schon das zweite Mal in diesem Jahr macht zu Hause fast alles zu.

Wir haben eine Lichterkette im Flur und den Tannenbaum im Esszimmer.

Noch nicht geschmückt.


Die Kinder legen ihre Wunschzettel zusammengerollt und mit rotem Geschenkband verziert auf den Balkonstuhl.
Darauf ein Stein, damit nichts wegfliegen kann.


Das Christkind weiß, dass die Geschenke dann ins Strandhotel sollen.

In Ediths Strandhotel wird es langsam voll.

Wir haben inzwischen drei obere Etagen und in der zweiten Etage haben diejenigen ihre Zimmer, die sich um die oberen Etagen kümmern. Im Erdgeschoss und in der ersten ist es dadurch ein bisschen enger, aber weil jedes Zimmer kleine oder größere Balkone hat, ist das nicht schlimm.

Kein Problem, sagt unsere Nana.
Es ist viel schöner, wenn Leben in der Bude ist, der Opa.
Kommen wir über’n Hund, kommen wir über’n Schwanz, sagt die Oma.


Und das klingt, als hätten wir es bald geschafft.

Dem Christkind werden die Flügel schwer. Es fliegt in diesem Jahr ganz neue Strecken.
Wir sehen es zwischendurch auf dem westlichen Turm des Strandhotels sitzen. Dort schnauft es ein bisschen durch und ist froh, dass es auch noch den freundlichen alten Weihnachtsmann gibt!

Am Samstag haben wir zum Glück wieder ein paar negative Ergebnisse.
Wir telefonieren hin und her, um zu verabreden, wer sich an Weihnachten mit wem wo unter welchem Tannenbaum trifft.

Gesungen wird nur draußen, so viel steht fest!


Im Strandhotel singen wir umso mehr, während wir alles schön festlich machen.
Wir basteln Sterne aus Transparentpapier für die oberen drei Etagen und für die unteren Etagen.


Am Sonntag sitzt der Schnurrbart bei Tee und Plätzchen im Salon. Er versucht wieder den Namen in dem Ring aus der Bucht zu erraten. Als würden wir ihm den Ring geben, wenn er zufällig drauf käme!

Alle wissen schließlich, dass der Schnurrbart nur einen Vorwand braucht, um hier bei uns und nicht allein daheim zu sein.