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Singt ein Vogel,
singt ein Vogel im Märzenwald.
Kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.


Komm doch, lieber Frühling,
lieber Frühling komm doch bald herbei.
Jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben –

Blüht ein Blümlein,
blüht ein Blümlein im Märzenwald.
Kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.

Komm doch, lieber Frühling,
lieber Frühling komm doch bald herbei.
Jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben –

Scheint die Sonne,
scheint die Sonne im Märzenwald.
Kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.


Komm doch, lieber Frühling,
lieber Frühling komm doch bald herbei.
Jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben –

Blüten am Kastanienbaum in unserem Hinterhof.

Rote Dächer, der Himmel blassblau, die Sonne …


Wir fragen uns, wann Harald sich rührt?

Am Aschermittwoch gibt es im Strandhotel Fisch.

Zu Hause taut es.

Am Veilchendienstag gibt es im Strandhotel keinen Strauß mit Veilchen für irgendwen.
Falls irgendwer das jetzt denkt.


Wir ruhen uns aus. Und bereiten uns vor. Wir sind da, egal, ob die Zahlen rauf oder runter gehen.

In Ediths Strandhotel.

Unten im Salon steht ein riesiger Strauß Rosen für Oma auf dem Tisch am Fenster.

Am Rosenmontag. Weil sie zu jung ist für einen Impftermin.

Opa sagt, er würde ohne mit der Wimper zu zucken an unseren Schatz rangehen und für so viele Menschen Impfstoff spendieren, wie er nur kann . Aber das geht nun mal nicht.

Der OpaR. hat schon wieder Konfetti-Berliner gemacht, er kann gar nicht mehr aufhören, die sind so schön bunt.

Wir feiern weiter.


Am Samstag ist Vivianes Geburtstag. Wir machen was Viviane schön findet, worüber Viviane sich freut und feiern ein Fest so wie Viviane sich das wünscht. Mit Karneval hat das eher nichts zu tun.


Der Sonntag gehört Oma und Opa.
Oma hat das Küchenteam abgelöst und kümmert sich um alles wie sie das immer gemacht hat.


Zug kommt im Strandhotel natürlich keiner.


Der Opa haut das Fass an. Musik laut.
Es gibt Berliner. Tasse Kaffee. Bockwürste und Röggelchen. Mutzemandeln für die Tanten.
Opa kommt schon wieder Biergläser spülen. Die Hotelhalle ist voll mit lauter Lieblingsmenschen.


Später Omas Nudelsuppe zur Stärkung in der Strandhotelküche.
Noch später wieder Kaffee, dieses Mal mit Jacke.


Und dann hat Opa seinen ersten Impftermin.

Freitags ist traditionell Hausball, wir sagen auch „Schnurrbartparty“ dazu, weil der Schnurrbart die Getränke spendiert, sich um die Dekoration kümmert und auch sonst die Party schmeißt.


Das einzige Mal im Jahr kann der Schnurrbart über sich selber lachen.
Er beweist Mut zur Hässlichkeit.
Er belästigt niemanden von uns mit seinen Geschäftsideen.
Er bezeichnet das Strandhotel nicht als totes Kapital.


MONDÄN, MONDÄNER, AM DÄMLICHSTEN.


Wir tragen Schnurrbärte, und erzählen uns Schnurrbartwitze die ganze Nacht.

Altweiberfastnacht.

In früheren Jahren wären wir vor dem Karneval ins Strandhotel geflohen.
Dieses Jahr muss das Hotel ein Ort des Karnevals sein.


Ediths Strandhotel ist subversiv, sagt Opa R., so kann selbst er teilnehmen.

Das fängt mit den Mutzemandeln an und hört mit den Konfetti-Berlinern auf, die das Strandhotelküchenteam unter seinem Vorsitz bis zum kommenden Mittwoch herstellt.


Im Süssigkeitenautomat nichts als KAMELLE.


Auf den oberen Etagen werden blöde Hüte getragen.
Unten in der Halle hauen zwei Clowns auf die Pauke.


Das Sonnenlicht. Das Meer.
Zu Hause das Eis.